2. Bundesliga Tübingen

Am letzten Sonntag stand das 4. Ligarennen der Saison in Tübingen auf dem Plan.

Da der Start bereits um 9 Uhr war, reiste ich schon am Vorabend an.

Mein Ziel war es, nicht all zu abgeschlagen aus dem Wasser zu kommen und dann nach Möglichkeit mit einem guten Lauf noch etwas an Plätzen gut zu machen.

 

Das Rennen fand komplett in der Tübinger Innenstadt statt und die Stimmung war auch bei uns am Morgen schon Top.

 

Neben unserem Rennen fand noch das Finale der 1. Bundesliga statt. Wir hatten, bis auf eine etwas andere Laufstrecke, die identische Strecke zu absolvieren. Daher war die Wechselzone im typischen "Welt-Cup Look" mit blauem Teppich ausgelegt.

 

Für das Tria-Team Wetterau gingen in Topbesetzung Tom Weber, Max Ostermeier, Vincent Größer, Sven Bartels und ich an den Start. Unser Ziel war ein Platz im Mittelfeld.

 

 

Aufgrund der starken Regenfälle in den Tagen zuvor hatte sich der Neckar so stark abgekühlt, dass das Tragen des Neos erlaubt war. Geschwommen wurde 350 Meter mit dem Strom und dann 400 Meter gegen den Strom zurück.

 

Gestartet wurde mitten im Neckar. Da dieser nicht sonderlich tief ist, war es möglich, anstatt zu schwimmen, Delfinsprünge zu machen oder sogar ein paar Meter zu laufen, ohne dadurch Zeit zu verlieren. Ich nutzte dies nach ein paar Metern um mich zu orientieren und musste feststellen, dass ich nicht der Einzige war, der nicht wirklich viel Lust auf schwimmen hatte.

 

In der Bundesliga gab es später sogar ganze Mannschaften, die die ersten 100 Meter ausschließlich Delfinsprünge machten oder am Rand liefen.

 

Die Positionskämpfe waren dieses Mal sehr extrem. Nach 2 Schlägen gegen die Brille bekam ich an der zweiten Boje noch einen ordentlichen Tritt auf die Nase. Trotz allem konnte ich mich einigermaßen behaupten und stieg als 52. mit 1:30 Minuten Rückstand aus dem Wasser.

Zur Wechselzone ging es über zwei Treppen auf eine Brücke hoch.

 

Nach einem schnellen Wechsel fand ich mich in einer größeren Gruppe wieder, in der auch Max, Vincent und Sven waren.

 

Wir schafften es auf dem 4 Kilometer langen Rundkurs noch zwei Gruppen aufzufahren

und erreichten nach einigen brenzligen Situationen, in den es fast zum Sturz gekommen war, mit 1:15 Rückstand auf die 30-köpige Spitzengruppe die Wechselzone.

 

Beim Wechsel vergaß ich dummerweise das Startnummernband und musste noch einmal 5 Meter zurücklaufen. Trotzdem konnte ich schnell wieder Anschluss an die Spitze finden und mich nach vorne setzten um etwas auf das Tempo zu drücken.

 

Schnell schaffte ich es, mich mit zwei weiteren Athleten ab zusetzten und die ersten Athleten der ehemaligen 1. Radgruppe einzuholen.

 

Die zweite Hälfte wurde auf Grund der anspruchsvollen Laufstrecke noch einmal sehr hart und ich musste die beiden aus meiner Gruppe etwas ziehen lassen.

 

Trotz allem erreichte ich das Ziel mit der 7. schnellsten Laufzeit als gesamt 24. und konnte das gute Rennen mit meiner besten Platzierung in der 2. Bundesliga krönen.

 

Mit Sven als 27., Vincent als 36., Tom als 48., und Max als 55. erreichten wir im Team einen starken 9. Platz.

 

In der Gesamtwertung verloren wir trotz des guten Platzes einen Rang und stehen jetzt nur noch auf dem 13. Platz. Allerdings ist der Abstand bis Platz 11 sehr gering und für uns auf jeden Fall noch aufholbar.

 

Zum Saisonfinale geht es am ersten Wochenende im September nach Baunatal, wo wieder ein Team Rennen ansteht.

 

 

 

 

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